Wie funktioniert eigentlich die vollmobile Regionalwert-Metzgerei HOOF?

Dieser Frage gingen kürzlich zahlreiche Interessierte nach und ließen sich das innovative Konzept von Metzgermeister Thomas Klein persönlich erklären.

Die Geschichte von HOOF begann bereits 2016 in der Regionalwert AG Rheinland. Initiatorin Dorle Gothe entwickelte die Idee als Antwort auf den zunehmenden Verlust regionaler Schlachtkapazitäten. Denn lange Tiertransporte zu großen Schlachthöfen bedeuten nicht nur Stress für die Tiere, sondern wirken sich auch auf die Fleischqualität aus.

HOOF setzt genau hier an: Mit der mobilen Schlachtung direkt vor Ort ermöglicht das Unternehmen kurze Wege, mehr Tierwohl und eine regionale Wertschöpfung. Besonders interessant ist das Angebot für Landwirt*innen, die ihr Fleisch selbst vermarkten möchten und Wert auf eine möglichst stressfreie Schlachtung legen.

Perspektivisch profitieren davon auch Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung: Nach Fertigstellung der Zerlegestätte in Bornheim wird HOOF die gesamte Palette an Fleisch- und Wurstwaren anbieten können.

Das Interesse reicht inzwischen weit über die Region hinaus. Sogar aus Belgien gibt es Anfragen, da dort regionale Schlachtmöglichkeiten vielerorts fehlen und mobile Schlachtungen bislang nicht angeboten werden. Vielleicht wird das HOOF-Schlachtmobil also schon bald regelmäßig über die Grenze rollen.

Auch aus dem Kreis Lippe kommt Interesse an dem Konzept. Bleibt zu hoffen, dass die Politik den wachsenden Bedarf an regionalen und tierwohlgerechten Lösungen erkennt und unterstützt. Denn eines ist sicher: Ein so engagierter Metzgermeister kann nicht überall gleichzeitig sein.

Weitere Informationen finden Sie unter https://hoof.bio/

PDF zum Download: 2026-06-08 HOOF Vorstellung online